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Ein flacher Po nach der Schwangerschaft ist keine Einbildung. So manche frisch gebackene Mutter fragt sich nach der Entbindung: Hey, wo ist mein Hintern bitte hin? Ob du dich vor der Geburt deines Kindes an einem wohlgeformten Athletinnengesäß oder schlicht an einem halbwegs trainierten Apfelpopo erfreuen durftest – es gibt eine gute Chance, deinen Vor-Baby-Gluteus zurückzubekommen. Hier erfährst du, wie ein flacher Po nach der Schwangerschaft entsteht und was du dagegen tun kannst.

Gründe für einen flachen Po nach der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft bewegt und verschiebt sich in deinem Körper so einiges. Während deine Organe an neue Plätze wandern und der Bauch wächst, muss dein Körper seinen Schwerpunkt neu ausrichten. Sonst würdest du, salopp gesagt, vornüber kippen. Diese Verlagerung des Körperschwerpunkts gleichst du im besten Fall durch eine starke hintere Muskelkette (Rücken, Gesäß, Beinrückseiten) aus. Doch ob mit oder ohne adäquate Muskulatur, Schwangere neigen dazu, mit wachsendem Babybauch eine bequeme Haltung zu wählen: Das Becken kippt nach vorne. Dieses Ungleichgewicht fängt der Körper auf, indem du den Oberkörper nach hinten lehnst. Dein Gesäßmuskel, der bei einer aufrechten Haltung normalerweise unter Spannung steht, wird weniger stark oder falsch aktiviert. Viele Frauen neigen dazu, die Pobacken unbewusst leicht zusammenzukneifen.

Oft schleppen neue Mütter diese Haltung mit ins Wochenbett und darüber hinaus. Denn es bietet sich an, die Hüften nach vorne zu schieben, wenn man sein Baby trägt, hält, in den Schlaf schaukelt … Nach der Geburt, wenn die Rumpfmuskulatur geschwächt ist, passiert es noch leichter, dass du deine Gesäßmuskulatur permanent leicht anspannst oder zusammenkneifst. Das Ergebnis ist ein Gefühl von vermeintlich mehr Stabilität, das leider täuscht. Denn anstatt deine Pomuskulatur zu trainieren, sorgt die ständige Grundspannung dafür, dass der Muskel ermüdet und du in weitere Schonhaltungen rutschst. Das andauernde Zusammenkneifen belastet im gleichen Maße deinen Beckenboden. Ein Zusammenkneifen der Pobacken kann sich für deinen Beckenboden hilfreich anfühlen, wenn du nach der Geburt mit Symptomen zu tun hast, bewirkt aber eine weitere Verkürzung und Dauerspannung der Muskulatur, die Symptome eher verschlimmern.

Nimm diese Grundvoraussetzungen zusammen und er ist da: ein flacher Po nach der Schwangerschaft. Aber er muss nicht bleiben.

Strategien gegen den flachen Mamapopo

Der Schlüssel, um deinen geformten Po zurückzukriegen (oder ihn überhaupt erst kennenzulernen), liegt in einem gezielten Training für deine Rückenmuskulatur sowie für deine Gesäß- und deine hinteren Beinmuskeln. Folgende Punkte spielen dabei eine wesentliche Rolle:

  • Krafttraining einplanen
    Frisch gebackene Mütter sind oft stark auf Cardio-Training ausgerichtet. Schließlich sollen die Schwangerschaftspfunde purzeln und die eigene Ausdauer wiederhergestellt werden. Der Körper benötigt nach der Geburt jedoch auch gezielte Kräftigung, um verlorene Muskulatur wieder aufzubauen, um die Haltung ohne Babybauch zu stärken und um beispielsweise einem flachen Po entgegenzuwirken. Hab also Spaß beim Spinning und genieße die Mobilisation im Yogakurs – aber vergiss nicht, auch regelmäßiges Krafttraining in deine Workout-Routine einzubauen.
  • Nach der Anspannung entspannen
    Beim Training der Pomuskulatur konzentrieren sich viele Frauen stark aufs Anspannen und Zusammenkneifen der Muskeln. Vergiss darüber aber nicht, auch das gezielte Loslassen der Muskulatur zu üben. So kann der Beckenboden ebenfalls lang werden und sich entspannen. Üben kannst du dieses Wechselspiel aus Spannung und Entspannung beispielsweise mit der Brückenübung: Bei gehobenem Becken spannst du Gesäß und Beckenboden an, nach dem Absenken lässt du bewusst alles locker.
  • Deine Muskeln füttern
    Das mag nicht für alle gelten, aber gerade nach der Geburt schauen viele Frauen sehr kritisch auf ihren Bauchumfang und ihr Hüftgold. Der Wunsch nach dem „früheren Gewicht“ führt dazu, dass sie zu wenig essen, zu sehr aufs Abnehmen achten oder stark Diät halten – allesamt Faktoren, die einen flachen Po nach der Schwangerschaft begünstigen. Denn ein wohlgerundeter Po entsteht in erster Linie durch Muskeln. Und diese brauchen Nahrung. Achte also darauf, wenn du deine (Po-)Muskeln trainierst, dass du deinem Körper ausreichend Grundlage zuführst.

Mehr als Aussehen

Wie dein Po aussieht, ist letztlich auch eine Frage der Genetik. Doch selbst wenn du von Natur aus zu einem eher flachen Po neigst, kannst du mit regelmäßigem Krafttraining für die Körperrückseite viel erreichen. Zumal es beim Training des Pos bei weitem nicht nur ums Aussehen geht: Dein gesamter Körper und deine Haltung profitieren von einer starken rückseitigen Muskulatur.

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